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Baubericht - Wilga

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Baubericht einer Schleppmaschine Wilga 1:3,5 mit einer Spannweite von 3,20 m

von Markus Kock-Klaffky

Angefangen hat das Ganze mal mit einem Schuti-Trainer; das ist ein Trainermodell, welches man als Tiefdecker und auch als Hochdecker fliegen kann. AusgerĂŒstet mit einen ZG 20 von Toni Clark war dieses Modell eigentlich zur Flugschulung gedacht und auch bestens geeignet.

Uns gingen aber die FlugschĂŒler aus und ich fand es eigentlich schade, dieses Modell immer umsonst mit zum Modellflugplatz zu bringen. Dann war da noch mein Flug-Kollege Andy, der sehr viel Seglerflugzeuge fliegt, aber immer das Problem hatte, eine Schleppmaschine zu finden.Langer Rede kurzer Sinn: der Schuti wurde zum Schleppflugzeug. Seil ran und los ging es mit kleinen Segelflugzeugen. Da war fĂŒr mich klar, es muss etwas GrĂ¶ĂŸeres her.

 Wie es dann so kam, kaufte ich mir eine fertig gebaute Toni Clark Piper mit ZG 60, baute eine Schleppkupplung ein und konnte dadurch auch Modelle bis 12 kg in die Luft bringen.Das Fieber des Modellschleppens war bei mir entflammt. Also ging es los, dass ich auch zu anderen Veranstaltungen in Deutschland fuhr, und mir wurde 2009 klar, welche großen Segelflugzeuge es eigentlich so gab.Da war meine – fĂŒr mich schon große – Piper mit 2,80 m Spannweite und 60er Motor doch recht klein, denn dort wurden Maschinen eingesetzt, die Motoren von 100 – 160 ccm hatten und auch die großen Segler bis zu 20 kg in die Luft brachten.

 Ich schaute mich also um, sah so die eine oder andere tolle Schleppmaschine und habe mich mit meinen Kollegen aus dem Verein unterhalten.Also gesagt und getan: Nach weiteren GesprĂ€chen und Telefonaten war fĂŒr mich klar, es musste eine Wilga von Alex Frisch sein. Nicht ganz gĂŒnstig, aber doch wohl eine der erfolgreichsten Schleppmaschinen, die im Seglerschlepp eingesetzt wird.

 Also Piper verkauft und Wilga im Oktober 2009 bei Alex bestellt.

 Nach 8 Wochen kam der Anruf von Alex, die Wilga ist abholbereit, also fuhr ich spontan am Freitagmorgen nach Rodgau, um meine Frisch Wilga zu holen. Abends um 19:00 Uhr war ich ĂŒberglĂŒcklich wieder zu Hause und am nĂ€chsten Tag ging es auch schon los.

Julius schaut sich schon mal alle Teile an und prĂŒft die QualitĂ€t.

Dann wurde das Fahrwerk eingeharzt und die Wilga auf die Beine gestellt, echt groß.

Nachdem nun alle VerstÀrkungen nach Bauplan eingebaut waren, habe ich die Schleppkupplung eingebaut.

Dann ging es auch schon los, die FlÀchen zu verkasten und zu schleifen sowie den Einbau des Höhenleitwerks und des Seitenruders vorzunehmen

Alle FlĂ€chen habe ich mit Oracover bespannt um Gewicht zu sparen, denn eins war fĂŒr mich klar, es muss ein Motor mit E-Starter sein, der bringt aber ein Mehrgewicht von ca. 1,0 Kg.

Bei der Wahl des Motors gibt es viele Spekulationen, das sollte jeder selber entscheiden. Aber wer mal genau nachliest und sich erkundigt, wird schnell feststellen, was in der Schlepp-Modellszene geflogen wird.

 Ich habe mich fĂŒr den King Motor mit 100 ccm mit            E-Starter entschieden, weil es dafĂŒr auch noch passend den MotortrĂ€ger von Alex gibt. Und der Einbau ist echt ein Kinderspiel.

Den TrÀger mit D-Locks 4 mm von Petrausch befestigt und alles ist wunderbar gedÀmmt eingebaut.

Es folgte der Innenausbau. Nach einigen Überlegungen habe ich im unteren Bereich mir zwei Auflagen fĂŒr die Elektrik aus Flugzeugsperrholz gebaut. Ein Brett im hinteren Bereich fĂŒr die Servos von Seitenruder und Höhenruder und eines im vorderen Bereich fĂŒr die Aufnahme der Akkus, EmpfĂ€nger usw.

Auch bei der Anlenkung des Höhenruders habe ich mir mit meinem Kollegen Andy Gedanken gemacht. Die Anlenkung des Höhenruders mit nur einem Servo kam fĂŒr mich nicht in Frage, also baute Andy mir eine Wippe, mit der man dann das Höhenruder mit zwei Servos anlenken kann. Sollte ein Servo ausfallen, besteht immer noch 50 % Ruderausschlag; das war fĂŒr mich wichtig. Danach folgte der Einbau der EmpfĂ€ngeranlage, Stromversorgung, ZĂŒndung, ZĂŒndschalter und natĂŒrlich auch eines Chokeservo.

Ich kann also die Maschine komplett elektronisch zĂŒnden und starten, jederzeit den Motor abschalten und wieder starten, ohne einen Starthelfer auf dem Platz, und es funktioniert wunderbar.

Wie man sieht, ist bei mir eine Doppelstromversorgung von Deutsch eingebaut, bestĂŒckt mit zwei Lipo-EmpfĂ€ngerakkus und ein 2,4 Ghz System von Jeti. Damit hat sich das Warten auf einen freien Kanal erledigt.

Es folgte der Einbau der Sitze, und da ich die Elektrik nachher nicht sehen wollte und damit alles Scale aussieht, habe ich eine zweite Ebene aus 3-mm Balsa gebaut und zugeschnitten, anschließend alles mit Graphitlack aus dem Baumarkt lackiert, dann hat man ein ganz tolles Finish im Innenraum.

Also konnte es losgehen mit der Lackierung. Da diese nicht ganz einfach ist, habe ich meine Wilga zum Lackierer Marc Fehrmann aus Trittau gebracht und war begeistert.

Alle Einbauten wieder einbauen, anschließend die Fenster ausschneiden und mit den kleinen 2-mm Schrauben beginnen – was fĂŒr eine Arbeit. Die dauert Stunden, aber mein Sohn Julius hat mir krĂ€ftig geholfen, wie man sieht.

Julius mit kleinen Fingern und Kopf in der Wilga.

Passt gerade mal so in mein BĂŒro, ganz schön groß.

Da ich Samstags nicht so gerne vor dem Fernseher sitze, kann man doch mal die Wilga in der Werkstatt aufstellen.
Da sich der Schwerpunkt genau Mitte FlÀchensteckrohr befindet, ist es optimal zwei Gewindestangen mit Rohrschellen zum Auswiegen zu nehmen, wie man sieht.
 

Da ich beruflich auch noch eine Laser-Wasserwaage besitze, konnte ich komfortabel die Komponenten in der Wilga verschieben um den optimalen Schwerpunkt einzustellen; der Rest muss erflogen werden.

Zum Schluss habe ich noch das FlÀchendekor und die Beschriftung aufgebracht und alles programmiert. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.
 

Technische Details:

Alex Frisch Wilga 1:3,5 Spannweite 3,20m

Motor King 100 RVS mit E-Starter

DĂ€mpferanlage von Krumscheid

ZĂŒndschalter von SM-Modellbau

Servos Hitec HS 645 MG auf Höhe, Seite, Motor und Querruder

Servos Hitec HS 5645 MG auf Landeklappen

Servo Hitec HS 32 MG auf Shokeklappe

Stromversorgung Power Box DP-SD

Luftschraube von SEP 2-Blatt 30/10 fĂŒr Wilga

Gesamtgewicht unbetankt ca. 17,5 - 18,0 Kg

Baubeginn Anfang Dezember 2009, Fertigstellung am 28.02.2010

Da die WitterungsverhÀltnisse noch nicht gut sind, kann der Erstflug leider noch nicht stattfinden.
Ich hoffe das diese Maschine so fliegt wie sie zu bauen war, dann ist alles perfekt. Dieses Projekt war fĂŒr mich sehr gelungen und der Bausatz ist absolut klasse gemacht.

Sobald ich den Erstflug gemacht habe, werde ich dieses berichten.

Mit fliegerischen GrĂŒĂŸen Euer

Markus Kock-Klaffky   

Email  m.kock-klaffky@modernebaeder.de

Baubericht als PDF

ca. 1,8MB

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